
0926 - Umnutzung Hauptrasse 1
Das Projekt Magnolienblüte verortet den neuen Verwaltungssitz der Stadt Brugg im von Roland Rohn erstellten und von Burkard Meyer erweiterten Bankgebäude und nutzt den angrenzenden Park als konzeptionellen Ausgangspunkt. Die leichte Schrägstellung des Parks zum Gebäude erzeugt eine klare Bewegungsrichtung, die im Projekt bewusst aufgenommen und weitergeführt wird. Während sich der heutige Schwerpunkt des Lebens an der Ostseite entlang der Strasse befindet, schlägt das Projekt eine Neuorientierung der Adresse vor. Der neue Haupteingang der Stadt Brugg wird an der Nordwest-Ecke des Gebäudes positioniert, in direkter Verlängerung der Parkbewegung. Eine grosszügige, verglaste Lobby sich zum Grünraum und versteht sich als Übergang zwischen Aussen und Innenraum
Projektinformation
offenes Planerwahlverfahren | 1. Rang
Bauherrschaft | Stadt Brugg
Planung | 2026 - 2030
ARGE | EMP Architekten
Bauingenieur | Mund Ganz und Parnter AG
Heizungsingenieur | Fontech GmbH
Elektroingenieur | R+B Engineering AG
Lüftungsingenieur | Fontech GmbH
Sanitäringenieur | Fontech GmbH
Brandschutzplanung | VZP Ingenieure AG







Der Park wird räumlich aktiviert und als Promenade gestärkt. Ein Weg führt am Magnolienbaum vorbei und setzt sich bis ins Innere der städtischen Verwaltung fort. So entsteht eine klare, intuitive und identitätsstiftende Abfolge des Ankommens.
Das Erdgeschoss ist konsequent auf die Bedürfnisse von Besucherinnen, Besuchern und Mitarbeitenden ausgerichtet. Die Büroräume orientieren sich zum Park, während die Lobby dank ihrer südwestlichen Ausrichtung optimal mit natürlichem Licht versorgt wird.
Der Grundriss entfaltet sich als räumliche Abfolge unterschiedlich stark definierter Bereiche und schafft so Orientierung, Sicherheit und eine hohe Aufenthaltsqualität.








Atmosphäre
Ziel des Projekts ist es, den Park atmosphärisch in das Gebäude zu integrieren und die Magnolienblüte als sinnliches Leitmotiv über das ganze Jahr hinweg erlebbar zu machen. Dabei entsteht eine Atmosphäre, die zugleich ruhig, warm und einladend wirkt, aber auch klar, reduziert und hochwertig ist.
Das Material- und Farbkonzept knüpft bewusst an den Bestand an: Der fugenlose Terrazzo-Boden im Innenraum greift die Materialität des aussenliegenden Sichtbetons auf und verweist so auf die konstruktive Logik sowie die Entstehungszeit des Gebäudes. Er bildet eine robuste, zeitlose Grundlage für die neuen Nutzungen.
Im Erdgeschoss trennt eine geneigte Wand die unterschiedlichen Bereiche voneinander. Sie wirkt als leichtes, orientierendes Element und nimmt in Materialität und Farbigkeit Bezug auf die grünen Glaselemente der bestehenden Fassade.
Die Stützen sind in einem warmen Rosaton gehalten, der subtil an die Farbe der Magnolienblüten erinnert. So verbinden sich Architektur, Material und Farbe zu einer ruhigen, stimmigen und identitätsstiftenden Gesamtatmosphäre.