
1724 Stauffacherhaus Avrona
im Bauprozess
Inmitten Nadelwälder, hoch über der Clemgia-Schlucht am Eingang zum Val S-charl befindet sich die Waldlichtung Avrona. Angeschmiegt an den Wald, leicht erhöht über der Lichtung, liegt das Gebäudeensemble. Der Blick fällt Richtung Süden über die Wälder und die Bergriesen des Engadins. Dieser atmosphärische Ort erhält ein neues Holzhaus, welches als Unterkunft und Adresse der Bergschule dient. Der neue Baustein bildet den Auftakt zur Neugestaltung diverser Gebäude, welche das Gesicht zur Waldlichtung bilden.
Die typologischen Merkmale des Gebäudes im Engadin wurden aufgegriffen. Die verschiedenen Nutzungen bilden sich volumetrisch und strukturell nach den jeweiligen Anforderungen ab. Im Innenraum wird das Thema der Privatsphäre atmosphärisch aufgeladen; intime Räume erhalten kleine, beschützende Öffnungen. Dem Gegenüber stehen die öffentlichen Räume; diese öffnen sich zum Panorama. Der Neubau wird mit dem historisch gebauten durch einen gemeinsamen Sockel verbunden und schafft hofseitig eine gefasste Adresse. Gleichzeitig bilden die Gebäude Richtung Waldlichtung das neue Gesicht der Schule; dies wird durch gemeinsame Themen wie die Vertikale des Saals und der Laube verstärkt.
Projektinformation
Selektiver Wettbewerb | 1. Preis
Bauherrschaft | Stiftung Avrona
ARGE mit Pesenti Schütz
Baumanagement | AT 7
Elektroplanende | Maissen Elektroplanung AG
Heizungplanende | Collenberg Energietechnik AG
Sanitärplanende | Marco Felix AG
Lüftungsplanende | Caviezel Klima GmbH
Bauingenieur | Brem & Thanei AG
Gastroplanung | Alig Grossküchen AG
Landschaftsarchitektur | Kohler Landschaftsarchitektur AG
Visualisierung | Dunkelbunt Studio







Material und Konstruktion
Um die Verwendung von Beton zu reduzieren, sollen lediglich die erdberührenden sowie die aus statischer Konsequenz zwingenden Bauteile aus Stahlbeton erstellt werden. Erstellt wird eine Wanne aus Beton, darin reingestellt wird eine Holzständerkonstruktion. Das Holztragwerk bilden Brettschichtholzträger und -stützen sowie Balkenstapeldecken aus Vollholz. Das Augenmerk liegt auf einer ökologischen Bauweise mit konsequenter Systemtrennung im Sinne der Kreislaufwirtschaft. Materialien aus dem Bestandsrückbau sollen auf eine Wiederverwertung geprüft werden.
Die Betriebsenergie für Wärme und Strom soll durch erneuerbare Ressourcen bereitgestellt werden. Eine PV Anlage auf den Dächern zur Deckung des Eigenbedarfs ist geplant. Um neben den Investitionskosten auch die Betriebs- und Unterhaltskosten niedrig zu halten, wird ein Low-Tech-Ansatz verfolgt.






